Im Grenzgebiet der Territorien der Grafen von Ravensberg und der Edelherren zur Lippe versuchten beide Seiten ihre Territorialansprüche vor allem durch Hagendorfgründungen (das sind militärisch leicht befestigte Dörfer) durchzusetzen. Es entstanden die beiden Siedlungen mit den heutigen Namen Gräfinghagen und Lämershagen (Löwenberg-Hagen). Der streitbare Edelherr Bernhard II. zur Lippe fühlte sich zudem stark genug, seine Ansprüche gegen die Grafen mit einer Burg sichern zu können und begann 1177 mit ihrem Bau. Vermutlich wurde die Burg, soweit ihre Entstehung fortgeschritten war, ein Jahr nach ihrem Baubeginn schon wieder zerstört, während des Kriegszuges Kaiser Friedrich I., Barbarossa, gegen die Freunde Heinrichs des Löwen, zu denen die Lipper gehörten. In der Folgezeit setzten sich dann die Ravensberger endgültig in dem Gebiet durch. Den Bau einer Burg an dieser Stelle hielten sie offenbar nicht für erforderlich. |
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